Projektrückschau 2005

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Projekt:

Neujahrsprojekt 2005
Probenzeitraum: 01. - 06. Januar 2004, Haus Wohldenberg, Holle (Hildesheim)
Konzerte:

Fr. 07.01.2005, Wolfsburg, St. Christophorus Kirche
Sa. 08.01.2005, Grasdorf (Laatzen), St. Marienkirche
So. 09.01.2005, Hildesheim Himmelsthür, Pauluskirche

Veranstalter:

Fr. 07.01.04, Christophorus Gemeinde
Sa. 08.01.04, St. Marien Grasdorf
So. 09.01.04, Paulusgemeinde Hildesheim Himmelsthür

Programm:

T.Susato Auszüge aus der "Susato Suite" (Arr.J.Iveson)
La Mourisque - Bransle Quatre Bransles - Ronde

G.Rossini (Arr.F.Trudwig)
Ouvertüre zu"La Gazza Ladra" (Die diebische Elster)

G.Puccini (Arr.F.Trudwig)
Gianni Schicchi, Arie der Lauretta

"o mio babbino caro"

G.F.Händel (Arr.P.Archibald)
"Einzug der Königin von Saba"

J.S.Bach (Arr.F.Trudwig)
drei Choräle aus dem Weihnachtsoratorium
- Brich an, o schönes Morgenlicht
- Ach mein herzliebes Jesulein
- Jesus richte mein Beginnen

J.S.Bach (Arr.C.Mowat)
Brandenburgisches Konzert Nr III
3. Satz (Allegro)

Jan Koetsier Sonata Praeclassica
Toccata - Chiaconna - Fuga

Hoagy Charmichael
Stardust (Solohorn: Anna Euen)

Chris Hazell
Another Cat "Kraken"

Philip Sparke (Arr.M.Meutzner)
Jubilee Ouverture

 

Besetzung:

Trompeten:
Rudolf Lörnic, Anne Heinemann, Johannes Bartmann, Lüder Wermann, Christian Wittke, Björn Kadenbach (07.01.), Magdalene Harer (08.+09.01.)

Hörner:
Anna Euen, Laila Dommel

Posaunen:
Ingrid Wichert, Kevin Groocock, Heinrich Gimpel, Hannes Dietrich

Tuba:
Maik Riggers

Kritiken:

KRITIK WOLFSBURG (erschienen in den Wolfsburger Nachrichten am 08.01.2005):

Großer Beifall für das Blechbläserensemble
Neu gegründetes Orchester spielte in der Christophorus-Kirche

Von Johannes Baumert

Mit einem beeindruckenden Konzert stellte sich am Freitag in der St. Christophorus-Kirche das Niedersächsische Blechbläserensemble zum ersten Mal in Wolfsburg vor. Eingeladen hatte Dr. Jürgen Ehlers, Dekanatskirchenmusiker, der in seiner Begrüßung von einem "Weihnachts- oder Neujahrskonzert" sprach. Enthielt es doch zum einen Choräle von Johann Sebastian Bach, zum anderen - vor allen im zweiten Teil moderne, unterhaltsame Werke. So wurde die Kirche für zwei Stunden sowohl zum Opernhaus als auch zu einem Konzertsaal.

Das Ensemble wurde vor genau einem Jahr von Frank Trudwig, dem Blechbläserdozenten für den Landesmusikrat, gegründet und setzt sich aus 13 hoch begabten, jungen Musikern zwischen 12 und 20 Jahren zusammen. Was sie auszeichnet, ist die Tatsache, dass sie alle Preisträger beim Wettbewerb "Jugend Musiziert" aud Landes- oder Bundesebene sind. Das wurde in ihrem Spiel deutlich. Innnerhalb einer Woche haben sie das umfangreiche Programm einstudiert, mit dem sie in Wolfsburg ihre Premiere gaben.

Im ersten Teil erklangen bekannte Sätze großer Meister wie Rossini, Puccini, Händel oder Bach, von dem drei Choräle aus dem "Weihnachtsoratorium" so recht in die noch weihnachtlich geschmückte Kirche passten. Doch begann der Abend mit drei Sätzen aus der "Susato-Suite", in denen die Bläser schon alles zeigen konnten, was sie zu bieten hatten: majestätisch aufrüttelnde Musik, die im zweiten Satz von einschmeichelnden Melodien abgelöst wurde und mit einem tänzerischen "Ronde" abschloss.

Gewaltig dann die Ouvertüre aus der Oper "Die diebische Elster" von Rossini. In einem Arrangement von Frank Trudwig übernahmen die Blechblasinstrumente auch die Aufgaben der anderen Orchesterinstrumente so hervorragend, dass man sie gar nicht vermisste. Der erste Teil endete mit dem "Allegro" aus dem III. Brandenburgischen Konzert von Bach.

Nach der Pause meldeten sich dann vier moderne Komponisten zu Wort, die mehr der Unterhaltung dienten. Alles aber erforderte vom Dirigenten und seinen Musikern ständiges Umdenken und Einfühlen. Das gelang exzellent und forderte immer zu großem Beifall heraus.

 

KRITIK GRASDORF (erschienen in den Leine Nachrichten am 10.01.2005):

Preisgekrönte Musiker begeistern 150 Zuhörer in der Kirche
Das Niedersächsische Blechbläserensemble gastiert in der Grasdorfer St.-Mariengemeinde

von Sascha Aust

GRASDORF. Ein Vibrieren durchläuft die Bankreihen in der St.Marienkirche. Eine Folge des fulminanten Auftritts des Niedersächsischen Blechbläserensembles, das am Samstagabend in dem Gotteshaus gastiert.

Tylman Susatos pompöses "La Mourisque" haben sich die jungen Instrumentalisten für die Eröffnung ausgesucht. Gleich vom ersten Stück an haben die Musiker die 150 Zuhörer gewonnen. Die Blechbläser zeigen eine beeindruckende Leistung. Der jüngste ist 13 Jahre alt, keiner älter als 20 Jahre. Sie gehören zum Besten, das Niedersachsen zu bieten hat. Das Blechbläserensemble vereint Landes- und Bundespreisträger des Wettbewerbes "Jugend Musiziert".

Geleitet wird das Ensemble von Frank Trudwig, dem ein weiterer Höhepunkt des Abends zu verdanken ist: Er hat Rossinis Ouvertüre zu "La Gazza Ladra" - der diebischen Elster - für seine Blechbläser arrangiert. Eigentlich ist das Stück für Streicher geschrieben. Doch auch auf den Blasinstrumenten klingt es sehr schön.

 

KRITIK HILDESHEIM (erschienen in der Hildesheimer Allgemeinen Zeitung am 11.01.2005):

HILDESHEIM. Man nehme 13 junge Blechbläser zwischen zwölf und 21 Jahren, sämtlich Landes- und Bundespreisträger des Wettbewerbs "Jugend Musiziert", einen renommierten Leiter und Arrangeur - und darf staunen über die Bandbreite und das Können des Ensembles.

So beeindruckten sowohl die kraftvollen und festlichen Rennaissanceklänge aus Tylman Susatos "Susato-Suite" als auch Barockes wie Händels "Einzug der Königin von Saba", drei Choräle aus Bachs "Weihnachtsoratorium" oder die Jazzklänge der Komposition von Chris Hazell "Another Cat: Kraken".

Mehrere Höhepunkte

Der erste Höhepunkt des Abends folgte direkt nach Susatos Komposition zu "La Gazza Ladra", "Die diebische Elster", arrangiert vom Dirigenten des Ensembles, Frank Trudwig. Das Virtuose der Komposition meisterten alle Interpreten mit Leichtigkeit. Dynamisch ausgefeilt vom Piano bis zum Fortissimo und in der Intonation sicher: Das Publikum dankte mit wahren Begeisterungsstürmen. Ebenfalls von Trudwig arrangiert ist die Arie der Lauretta "O mio babbino caro" aus Puccinis Oper "Gianni Schicchi". Die ausdrucksstarke Wiedergabe kam der Stimme durch die Imitation des Flehens und Klagens sehr nahe.

Bachs drittes Brandenburgisches Konzertin G-Dur, komponiert für Streicher und Continuo, klingt auch mit Blech. Das Ensemble interpretierte den dritten Satz(Allegro) und bewies dabei, dass die virtuosen Sechzehntel-Passagen keiner Anstrengung bedürfen und dass die barocke Aufführungspraxis ihm ebenso liegt wie das Zeitgenössische.

Die 14-jährige Hornistin Anna Euen beeindruckte mit ihrer Interpretation von "Stardust" (Hoagy Charmichael). Die differenzierte Gestaltung der Solostimme, die Spannung, die Euen hielt, aber auch das Zusammenspiel mit dem Ensemble zeigten, dass die Solistin bereits über eine enorme musikalisch Reife verfügt.

Der 1911 in Amsterdam geborene Jan Koetsier schuf mit der "Sonata Preclassica" op. 142 aus dem Jahr 1995 eine Komposition für großes Blechbläserensemble. In der "Toccata" steht neben dem "Praeklassischen" die erweiterte Tonalität, die dynamisch stark nuancierte "Chiaconna" ähnelt einem Trauermarsch, und die "Fuga" erhellt die Sonate abschließend durch ein tänzerisches Fugenthema.

Herausforderungen

Philip Sparkes "Jubilee-Ouverture" [...] fordert die Interpreten dynamisch, technisch und rhythmish heraus. Die Komposition beginnt mit einem majestätischen Thema, Schwungvolles steht neben Verhaltenem, und die teils vertrackten Akzentverschiebungen lösen sich schließlich in der Reprise mit dem Thema und einem gewaltigen Schluss auf.

Applaus fast ohne Ende führte endlich zur Zugabe in der gut besuchten Kirche.

jür

Fotos:

Tutti Probe, großer Saal Haus Wohldenberg:
In jeweils drei Proben pro Tag wird vom 01. bis 06, Januar das komplette Programm einstudiert.

Trompeten - Register
(von vorn) Johannes Bartmann, Anne Heinemann, Rudolf Lörinc, Magdalene Harer, Christian Wittke

Posaunen - Register
(von vorn) Ingrid Wichert, Kevin Groocock, Heinrich Gimpel (Basspos), Hannes Dietrich (Basspos), Maik Riggers (Tuba)

Hörner Anna Euen (links), Laila Dommel (rechts)
Tuba, Mike Riggers
gemeinsame Freizeitgestaltung am Kicker nach den Anstrengungen des Tages
(v.links: Anne Heinemann, Hannes Dietrich, Anna Euen, Rudolf Lörinc, Lüder Wehrmann)
Die unterhaltsamen Moderationen erarbeitet Ingrid Wichert, die Organisatorin des Ensembles, in mühevoller Detailarbeit, während das Ensemble bereits die Freizeit genießt.

Für ein kleines Tischtennis - Match bleibt aber doch noch Zeit. Mit High Tech Equipment werden die Bälle bis auf Lichtgeschwindigkeit beschleunigt.

Beim "Risiko" - Spiel wird um die Weltherrschaft gewürfelt.
In lockerer Runde klingt der Tag gemeinsam aus.
Von der Jugendherberge Hannover aus ging es zu den Konzerten nach Grasdorf und Hildesheim.
Abreise zum Konzert nach Hildesheim
Anspielprobe in der Christophoruskirche Wolfsburg am 07.01.2005
  Konzert in der St. Marien Kirche Grasdorf am 08.01.2005
Anspielprobe in der Pauluskirche Hildesheim am 09.01.2005
   
 
Projektrückschau 2004